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Katharina Scheid
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Die Lesetipps für heute

Katharina ScheidKatharina Scheid hat RubyCom 2001 gegründet. Zuvor arbeitete sie viele Jahre als PR-Beraterin in Unternehmen und Agenturen und führte bereits viele Player aus IT und Telekommunikation am deutschen Markt ein.

Ursprünglich studierte sie Molekularbiologin und interessiert sich seitdem für die Wechselwirkungen in komplexen Systemen. Nach der Fortbildung zur PR-Beraterin ließ sie sich außerdem als Kommunikationscoach und in der systemischen Organisationsentwicklung ausbilden, um der Wirkung von Kommunikation in komplexen Systemen weiter auf den Grund zu gehen. In ihrem Blog schreibt sie über Kampagnen , Führung und aktuelle Themen aus der Kommunikation.

aboutpixel.de / Schreibma © Dagmar Fischer

Mehr Bilder, mehr Hintergrundmaterial und weiterführende Links – auf diese Kurzformel lässt sich das Ergebnis der Umfrage von news aktuell bringen, die Ende letzten Jahres unter bundesweit 1.412 Journalisten aller Mediengattungen durchgeführt wurde.

Demnach ist das eigene Mail-Postfach nach wie vor die wichtigste Quelle für Recherchen, gefolgt von Suchmaschinen, eigenen Archiven und den Meldungen von Nachrichtenagenturen. Die Webseiten von Unternehmen werden seltener besucht. Erstaunlicherweise spielen RSS-Feeds im Moment für viele Journalisten eine untergeordnete Rolle, demgegenüber sind 41 Prozent circa einmal pro Woche in sozialen Netzwerken auf der Suche nach Informationen.

Was bedeutet das für Pressearbeit?

Pressemitteilungen haben bessere Chancen auf Veröffentlichung, wenn sie Bilder und weiterführende Links enthalten sowie Hintergrundmaterial beigefügt wird.  Hier gibt es die Zusammenfassung der Studie im news aktuell Blog:

Was Journalisten wollen – Ergebnisse unserer Umfrage „Recherche 2012 – Journalismus, PR und multimediale Inhalte“ — news aktuell blog.

Es gibt ungefähr 100.00 e-Books und Blogbeiträge zum Thema “richtig twittern”. Die Sache mit dem “richtig” ist natürlich immer relativ und hängt davon ab, was man erreichen will: viel verkaufen, bekannt werden oder Inhalte verbreiten. Es soll auch noch Menschen geben, die einfach “nur so” twittern.

Was Twitterer gerne lesen und was nicht haben Paul André, Michael S. Bernstein und Kurt Luther von der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, dem Lehrstuhl Electronics & Computer Science der Uni Southampton, dem MIT CSAIL Cambridge und dem Georgia Institute of Technology untersucht. Sie werteten die Beurteilungen von 42.000 Tweets aus. Die Leser gaben an, warum sie eine Nachricht lesenswert fanden und warum nicht. Das Ergebnis: 36 Prozent der Tweets wurden als interessant eingestuft, 25 Prozent fielen durch. Der Rest landete irgendwo in der Mitte.

Besonders beliebt sind laut Studie Tweets, die Informationen liefern sowie Gedanken zum Geschehen. Weniger beliebt sind egozentrische Tweets oder Statusupdates (zum Beispiel Foursquare-Meldungen). Nachrichten zum persönlichen Befinden, zu viele @-Erwähnungen und Hashtags sowie Tweets ohne Kontext-Angaben werden ebenfalls seltener gelesen oder als langweilig oder nervend eingestuft.

Das Paper gibts hier (English).

via How to improve your tweeting style? Evaluating microblog content value – :: Future of Journalism.

Pfeilsurfer

Die “ARD” will mit dem neuen Format “TagesWebSchau” ab dem 1. Juni vornehmlich ein jüngeres Publikum erreichen, so “ARD”-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz. Die über den Kanal “EinsExtra” und im Internet ausgestrahlte Sendung soll zwei bis drei Minuten dauern und neben wichtigen Ereignissen des Tages ergänzende Informationen anbieten. Die Testphase des von “Radio Bremen” produzierten Formates läuft über sechs Monate.

 

Internet Medien

 

Laut “Twitter”-CEO Jack Dorsey plant der Kurznachrichten-Dienst im Rahmen seiner Europaexpansion ein eigenes Büro in Deutschland. An der Zusammenstellung des Teams wird zur Zeit gearbeitet.

“Rich Communication Suite enhanced” (RCS-e) lautet der Name für den Dienst, den die Telekommunikationsanbieter “Telefonica”, “Telekom” und “Vodafone” künftig gemeinsam anbieten wollen. Grund für die Allianz ist der Umsatz-Rückgang im SMS-Geschäft. Anstatt eine SMS zu schreiben, wandern die Kunden ins Internet ab und kommunizieren z.B. über “Facebook” oder “Twitter”. Der neue Dienst soll neben der Versendung von Textnachrichten auch das Verschicken von Daten, …

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Die Medienlandschaft verändert sich, das wissen wir inzwischen alle. Die erste Welle des IT-Mediensterbens (2002, 2003) war noch durch ein zeitlich begrenztes konjunkturelles Tief bedingt, dieses Mal wird es fundamentaler. Jeder Verlag sucht verzweifelt nach neuen Geschäftsmodellen und die meisten steigen vom Anzeigenverkauf auf Leadgenerierung um. Im Moment mag das noch ganz gut funktionieren, aber ich bin mir nicht sicher, wie lange. Viele Verlage steigen da gerade erst ein, während der Leser meiner Meinung nach schon wieder ganz woanders ist.

In einer Print-Publikation (für die er zahlt) hat er die Wahl, ob er eine Anzeige liest oder nicht. Online ist das anders: In Videos eingebettete Anzeigen kann man nicht wegklicken und ich glaube fest daran, dass sie die Meinung über eine Marke in erster Linie verschlechtern. Sie sind nicht erbeten und werden als notwendiges Übel wahrgenommen. Der Effekt ist die Verknüpfung negativer Gefühle mit dem breit eingeblendeten Markennamen. Super. Im besseren Fall werden im Kopf des Zuschauers zu Beginn der Werbung sofort alle zur Verfügung stehenden Wahrnehmungsfilter aktiviert, die dafür sorgen, dass die Inhalte der Anzeige links rein und rechts raus gehen.

Im Bereich Lead-Generierung könnte etwas ähnliches passieren: Der Preis, den ich für das Lesen eines möglicherweise wirklich guten Whitepapers zahle, ist zum Beispiel ein unerfreuliches Telefongespräch. Darin muss ich erklären, dass ich in den nächsten 1.000 Jahren keine Cloud-Lösung kaufen werde, sondern dass mich das Ganze nur so (natürlich beruflich) interessiert. Es könnte ja sein, dass Menschen wie ich, die sich für IT-Lösungen im großen Stil interessieren, aber leider keine kaufen, in Zukunft gar keinen Zugang mehr zu solchen Informationen bekommen, weil sie auf der “Leadgernerierungs-Blacklist” landen. Düstere Vorstellung: Wenn etwas zu teuer ist, als dass ich es kaufen könnte oder würde, bekomme ich in Zukunft auch keine Informationen mehr darüber.

Wenn die Marketingaktivitäten zur Generierung von Leads in den nächsten Monaten und Jahren massiv aufgrund der sinkenden Anzeigeneinnahmen zunehmen, ist absehbar, wann niemand mehr freiwillig ein Whitepaper herunterlädt oder irgendwo freiwillig seine E-Mail-Adresse hinterlässt. Die Folgen sind heute schon nervig und werden in Zukunft wahrscheinlich noch nerviger. Und für die Medien heißt das erneut: Wieder eine Umsatzquelle weniger.

Aufgrund des Mediensterbens wird der verfügbare “Platz” begrenzter (trotz online, denn es fehlt an Redakteuren). Die Anzahl an Unternehmen, die Pressearbeit machen, nimmt aber nicht ab, sondern zu. Mit anderen Worten: Der Konkurrenzdruck steigt und die Erfolgsaussichten sinken.

Man muss aber heutzutage nicht mehr unbedingt über Medien publizieren. Die Alternative ist ein guter eigener Unternehmensblog, in dem man die Inhalte selbst bestimmen kann. Letzteres verführt die Verantwortlichen immer ungemein dazu, hauptsächlich Marketing zu betreiben. Aber das strafen die Leser in der Regel sehr schnell ab, nämlich indem sie nicht wieder kommen. Und damit ist die Reichweite dahin.

Apropos Reichweite: Die ist im Moment natürlich noch das große Manko von Unternehmensblogs, weil Medien einfach eine viel höhere Reichweite haben. Allein schon wegen der ihnen zugesprochenen “Neutralität” und “Richtigkeit der Informationen”. Blogleser rechnen damit auf Unternehmensseiten wenig sachliche, sondern hauptsächlich Marketing-Information zu finden. Aber diesem Vorurteil kann man entgegen wirken (siehe oben) und mit der erzielten Reichweite auf jeden Fall sicher sein, so gut wie keine Streuverluste zu haben. Denn im Gegensatz zu Werbung, die zum Kunden “gepusht” wird, lesen Blogleser freiwillig. Das macht einen großen Unterschied in der Wirkung: Was ich freiwillig lese, bleibt viel mehr hängen als etwas, was ich lesen oder anschauen muss, weil ich keine andere Wahl habe.

Die Leser würden meiner Meinung nach von solchen Blogs übrigens doppelt profitieren. Sie hätten die Möglichkeit an fachlich fundierte Informationen zu kommen, ohne Gefahr zu laufen, eine Cloud-Lösung dafür kaufen zu müssen. Darüber hinaus können sie  werbefrei (also anzeigenfrei) den Beitrag genießen. Das wäre doch ein echter USP für einen wirklich guten Unternehmensblog, oder? Das alles gilt natürlich nur, solange Unternehmen nicht in die Unart verfallen, nur noch registrierte Leser zuzulasssen, um sie anschließend mit Werbemails zu überschütten.

Ich gebe zu, dass die Zeit für den Unternehmensblog als eines der Hauptkommunikations-Instrumente wahrscheinlich noch nicht  gekommen ist, zumindest nicht im BtoB-Bereich. Denn noch gibt es eine breite Medienlandschaft. Sie wird allerdings täglich dünner. Deshalb sollte man schleunigst zusehen, einen guten Blog aufzubauen, auch um noch ein bisschen Zeit zum Lernen zu haben. Zum Beispiel, wie man ein Unternehmen überhaupt fit macht zum bloggen, eine Autorengemeinde aufbaut und die Zielrichtung des Blogs erhält. Alles Dinge, die Medien können. Aber wer jetzt anfängt, hat auf jeden Fall einen guten Vorsprung, denn noch gibt es nur wenige gute Blogs im IT-B2B-Bereich und es ist noch relativ einfach, “positiv aufzufallen”.

PfeilsurferJulia Bönisch, Peter Lindner und Lutz Knappmann verstärken als stellvertretende Chefredakteure Chef Stefan Plöchinger bei der Online-Ausgabe der “Süddeutsche Zeitung” “Süddeutsche.de”. Die drei Stellvertreter, die alle bereits bei “Süddeutsche.de” tätig waren, ersetzen Bernd Graff, der Autor mit den Schwerpunkten Kultur und Digitales wird und künftig Themen mit dem Feuilleton der Printredaktion koordiniert.

 

Fachzeitschriften

Noch im Januar soll das “Wall Street Journal” mit einem auf den deutschen Markt zugeschnittenen Angebot online gehen. In Konkurrenz zu den Webseiten von “Handelsblatt” und “Financial Times Deutschland” soll – so Chefredakteur Knut Engelmann (von “Thomson Reuters”, New York) – durch Anbindung an das internationale Netzwerk “wsj.de” “die große internationale Wirtschaftsseite in Deutschland” werden. Die Redaktion verstärken soll Ralf Drescher (derzeit noch “Handelsblatt”). Herausgeber ist Matthias Paul, Geschäftsführer von “Dow Jones Deutschland”.

Zeitschriften

Die “Spiegel”-Redakteure Cordula Meyer und Markus Verbeet fungieren seit Januar 2012 als Stellvertreter von Deutschland-Ressort-Leiter Alfred Weinzierl. Sie ersetzen Konstantin von Hammerstein, …

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