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Katharina Scheid
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Pfeilsurfer

Die “ARD” will mit dem neuen Format “TagesWebSchau” ab dem 1. Juni vornehmlich ein jüngeres Publikum erreichen, so “ARD”-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz. Die über den Kanal “EinsExtra” und im Internet ausgestrahlte Sendung soll zwei bis drei Minuten dauern und neben wichtigen Ereignissen des Tages ergänzende Informationen anbieten. Die Testphase des …

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Die Medienlandschaft verändert sich, das wissen wir inzwischen alle. Die erste Welle des IT-Mediensterbens (2002, 2003) war noch durch ein zeitlich begrenztes konjunkturelles Tief bedingt, dieses Mal wird es fundamentaler. Jeder Verlag sucht verzweifelt nach neuen Geschäftsmodellen und die meisten steigen vom Anzeigenverkauf auf Leadgenerierung um. Im Moment mag das noch ganz gut funktionieren, aber ich bin mir nicht sicher, wie lange. Viele Verlage steigen da gerade erst ein, während der Leser meiner Meinung nach schon wieder ganz woanders ist.

In einer Print-Publikation (für die er zahlt) hat er die Wahl, ob er eine Anzeige liest oder nicht. Online ist das anders: In Videos eingebettete Anzeigen kann man nicht wegklicken und ich glaube fest daran, dass sie die Meinung über eine Marke in erster Linie verschlechtern. Sie sind nicht erbeten und werden als notwendiges Übel wahrgenommen. Der Effekt ist die Verknüpfung negativer Gefühle mit dem breit eingeblendeten Markennamen. Super. Im besseren Fall werden im Kopf des Zuschauers zu Beginn der Werbung sofort alle zur Verfügung stehenden Wahrnehmungsfilter aktiviert, die dafür sorgen, dass die Inhalte der Anzeige links rein und rechts raus gehen.

Im Bereich Lead-Generierung könnte etwas ähnliches passieren: Der Preis, den ich für das Lesen eines möglicherweise wirklich guten Whitepapers zahle, ist zum Beispiel ein unerfreuliches Telefongespräch. Darin muss ich erklären, dass ich in den nächsten 1.000 Jahren keine Cloud-Lösung kaufen werde, sondern dass mich das Ganze nur so (natürlich beruflich) interessiert. Es könnte ja sein, dass Menschen wie ich, die sich für IT-Lösungen im großen Stil interessieren, aber leider keine kaufen, in Zukunft gar keinen Zugang mehr zu solchen Informationen bekommen, weil sie auf der “Leadgernerierungs-Blacklist” landen. Düstere Vorstellung: Wenn etwas zu teuer ist, als dass ich es kaufen könnte oder würde, bekomme ich in Zukunft auch keine Informationen mehr darüber.

Wenn die Marketingaktivitäten zur Generierung von Leads in den nächsten Monaten und Jahren massiv aufgrund der sinkenden Anzeigeneinnahmen zunehmen, ist absehbar, wann niemand mehr freiwillig ein Whitepaper herunterlädt oder irgendwo freiwillig seine E-Mail-Adresse hinterlässt. Die Folgen sind heute schon nervig und werden in Zukunft wahrscheinlich noch nerviger. Und für die Medien heißt das erneut: Wieder eine Umsatzquelle weniger.

Aufgrund des Mediensterbens wird der verfügbare “Platz” begrenzter (trotz online, denn es fehlt an Redakteuren). Die Anzahl an Unternehmen, die Pressearbeit machen, nimmt aber nicht ab, sondern zu. Mit anderen Worten: Der Konkurrenzdruck steigt und die Erfolgsaussichten sinken.

Man muss aber heutzutage nicht mehr unbedingt über Medien publizieren. Die Alternative ist ein guter eigener Unternehmensblog, in dem man die Inhalte selbst bestimmen kann. Letzteres verführt die Verantwortlichen immer ungemein dazu, hauptsächlich Marketing zu betreiben. Aber das strafen die Leser in der Regel sehr schnell ab, nämlich indem sie nicht wieder kommen. Und damit ist die Reichweite dahin.

Apropos Reichweite: Die ist im Moment natürlich noch das große Manko von Unternehmensblogs, weil Medien einfach eine viel höhere Reichweite haben. Allein schon wegen der ihnen zugesprochenen “Neutralität” und “Richtigkeit der Informationen”. Blogleser rechnen damit auf Unternehmensseiten wenig sachliche, sondern hauptsächlich Marketing-Information zu finden. Aber diesem Vorurteil kann man entgegen wirken (siehe oben) und mit der erzielten Reichweite auf jeden Fall sicher sein, so gut wie keine Streuverluste zu haben. Denn im Gegensatz zu Werbung, die zum Kunden “gepusht” wird, lesen Blogleser freiwillig. Das macht einen großen Unterschied in der Wirkung: Was ich freiwillig lese, bleibt viel mehr hängen als etwas, was ich lesen oder anschauen muss, weil ich keine andere Wahl habe.

Die Leser würden meiner Meinung nach von solchen Blogs übrigens doppelt profitieren. Sie hätten die Möglichkeit an fachlich fundierte Informationen zu kommen, ohne Gefahr zu laufen, eine Cloud-Lösung dafür kaufen zu müssen. Darüber hinaus können sie  werbefrei (also anzeigenfrei) den Beitrag genießen. Das wäre doch ein echter USP für einen wirklich guten Unternehmensblog, oder? Das alles gilt natürlich nur, solange Unternehmen nicht in die Unart verfallen, nur noch registrierte Leser zuzulasssen, um sie anschließend mit Werbemails zu überschütten.

Ich gebe zu, dass die Zeit für den Unternehmensblog als eines der Hauptkommunikations-Instrumente wahrscheinlich noch nicht  gekommen ist, zumindest nicht im BtoB-Bereich. Denn noch gibt es eine breite Medienlandschaft. Sie wird allerdings täglich dünner. Deshalb sollte man schleunigst zusehen, einen guten Blog aufzubauen, auch um noch ein bisschen Zeit zum Lernen zu haben. Zum Beispiel, wie man ein Unternehmen überhaupt fit macht zum bloggen, eine Autorengemeinde aufbaut und die Zielrichtung des Blogs erhält. Alles Dinge, die Medien können. Aber wer jetzt anfängt, hat auf jeden Fall einen guten Vorsprung, denn noch gibt es nur wenige gute Blogs im IT-B2B-Bereich und es ist noch relativ einfach, “positiv aufzufallen”.

PfeilsurferJulia Bönisch, Peter Lindner und Lutz Knappmann verstärken als stellvertretende Chefredakteure Chef Stefan Plöchinger bei der Online-Ausgabe der “Süddeutsche Zeitung” “Süddeutsche.de”. Die drei Stellvertreter, die alle bereits bei “Süddeutsche.de” tätig waren, ersetzen Bernd Graff, der Autor mit den Schwerpunkten Kultur und Digitales wird und künftig Themen mit dem Feuilleton der Printredaktion koordiniert.

 

Fachzeitschriften

Noch im Januar soll das “Wall Street Journal” mit einem auf den deutschen Markt zugeschnittenen Angebot online gehen. In Konkurrenz zu den Webseiten von “Handelsblatt” und “Financial Times Deutschland” soll – so Chefredakteur Knut Engelmann (von “Thomson Reuters”, New York) – durch Anbindung an das internationale Netzwerk “wsj.de” “die große internationale Wirtschaftsseite in Deutschland” werden. Die Redaktion verstärken soll Ralf Drescher (derzeit noch “Handelsblatt”). Herausgeber ist Matthias Paul, Geschäftsführer von “Dow Jones Deutschland”.

Zeitschriften

Die “Spiegel”-Redakteure Cordula Meyer und Markus Verbeet fungieren seit Januar 2012 als Stellvertreter von Deutschland-Ressort-Leiter Alfred Weinzierl. Sie ersetzen Konstantin von Hammerstein, …

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PfeilsurferIn der Kategorie Regionalzeitung wurde die “Berliner Morgenpost” mit dem “European Newspaper Award” als “European Newspaper of the Year” ausgezeichnet. Chefredakteur Carsten Erdmann sieht sich auf dem von ihm eingeschlagenen Weg bestätigt: “Wir wollen unsere Leser immer wieder überraschen und hochwertigen Regionaljournalismus bieten”. Die Zeitung wirke, so die Begründung der Jury, durch die Typografie und den Umgang mit Bildern seriös und: “Das Seitenlayout ist auf allen Seiten sehr übersichtlich und ausgewogen”. Die Verleihung des “European Newspaper Award”, an dem Wettbewerb hatten sich 226 Zeitungen aus 27 Ländern beteiligt, findet am 7. und 8. Mai 2012 in Wien im Rahnen des “European Newspaper Congress” statt.

Internet-Medien

Wolfgang Münchau, Mitgründer, Associate Editor und Kolumnist bei der “Financial Times Deutschland” sowie Mitbegründer von “eurointelligence.com”, schreibt nun auch Kolumnen für das Wirtschaftsressort bei “Spiegel Online”.

“SAP.info”-Chefredakteur Christoph Zeidler hat den Relaunch von “SAP.info” als dynamisches Webmagazin im Browser vorgestellt. Das Informationsportal des Herstellers von …

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PfeilsurferAb Januar 2012 heißt die Chefredakteurin von “WirtschaftsWoche Online” Franziska Bluhm. Als Mitglied der Chefredaktion der Zeitschrift “WirtschaftsWoche” verantwortet sie die Internetaktivitäten des Printmediums. Bluhm ist zur Zeit stellvertretende Chefredakteurin bei “RP online”.

Internet-Medien

Im Januar 2012 startet die US-amerikanische Tageszeitung “Wall Street Journal” ein deutschsprachiges Digital-Angebot unter “wallstreetjournal.de”. Zusätzlich sind Anwendungen für Smartphones und Tablet-PCs geplant. Das Angebot enthält sowohl Gratis- als auch Bezahlinhalte. Als Managing Director Deutschland fungiert Knut Engelmann, der auch die Nachrichtenredaktion leiten wird. Herausgeber der Webseite ist Matthias Paul, Managing Director Dow Jones Deutschland. Die Inhalte liefern das “Wall Street Journal”, das globale “Dow Jones”-Netzwerk sowie Korrespondenten-Teams in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg.

Philipp Schindler, bislang Nordeuropa-Chef bei “Google”, wechselt als Vice President Global Business Operations in die Führungsriege des Konzerns. In der Firmenzentrale im kalifornischen Mountain View verantwortet Schindler künftig das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen, die Produkte für Konsumenten und das Enterprise-Geschäft. …

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