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Die Lesetipps für heute
„Wie wird sich Journalismus in den kommenden Jahren entwickeln?“ Mit dieser Frage eröffnete Horizont-Reporter Olaf Kolbrück die Podiumsdiskussion, zu der news aktuell am 6. Mai Medien-Experten ins Frankfurter Museum für Kommunikation geladen hatte. Von links nach rechts: Wolfang Büchner, Chefredakteur der dpa, Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, Klaus Flettner, Geschäftsführer der Change Communications GmbH und Ulrike Langer, freie Medien- und Marketingexpertin

Von links nach rechts: Wolfgang Büchner, Chefredakteur der dpa, Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, Klaus Flettner, Geschäftsführer der Change Communications GmbH und Ulrike Langer, freie Medien- und Marketingjournalistin

Wolfgang Büchner, der Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur, schaut optimistisch in die Zukunft: „Ich kann ruhig schlafen, obwohl das Anzeigengeschäft stark eingebrochen ist. Die Umsätze werden künftig über herausragende journalistische Qualität gewonnen.” Klaus Flettner, Geschäftsführer der Change Communications GmbH, stimmt ihm zu: „Wer in Qualität investiert, muss vor der Zukunft keine Angst haben. Allerdings muss der Wurm dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“

Flettner meint damit, dass Journalisten noch spezifischer auf die Leserwünsche eingehen sollten. „Es darf uns auch nicht peinlich sein, Fehler zu korrigieren, die uns getwittert werden“, erklärt dpa-Chef Büchner. Christian Lindner, der Chefredakteur der Rhein-Zeitung, pflichtet ihm bei: Medien müssten empfangsbereiter werden.

Olaf Kolbrück, Reporter Horizont (links), moderierte die Diskussion

Wenn die Qualität stimmt, würden Leser gerne für Artikel zahlen. Lindner nennt als Beispiel den Bonner General-Anzeiger, der „investigativ kommunalpolitische Betrugsfälle aufgedeckt hat.“ Ulrike Langer, freie Medien- und Marketingjournalistin, prognostiziert dem Lokaljournalismus eine erfolgreiche Zukunft: „Lokaljournalismus bedient spezielle Interessen, lokale Informationen bekommen Leser nirgendwo anders“.

Abgesehen von der Qualität müssten Medien über ihre Finanzierung nachdenken. Für Christian Lindner sollte zunächst immer die Marke stimmen, dann könne die Verwertung anfangen.„Wie ein Versuch der TAZ kürzlich gezeigt hat, sind Spendenaufrufe, wie sie in Blogs zu finden sind, für Tageszeitungen wenig einträglich. Vielleicht sind Stiftungen möglich“, so Langer.

Ob Apples iPad schließlich ein Fluch oder ein Segen für die Medien sei, darüber waren sich die Experten uneinig.

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Am 22. April trafen sich 130 Experten zum 3. Cologne Web Content Forum des eco e.V. in Köln. Diskutiert wurde über die Zukunft der Inhalte im Netz, von der Infrastruktur über Formate bis zu neuen Geschäftsmodellen.

Die Keynote hielt die Medienjournalistin Ulrike Langer, die in einem sehr interessanten Vortrag den Wandel der Wertschöpfung im Bereich Medien beschreibt. Sie stellte fünf Thesen zur Diskussion, die hier nachzulesen sind.

Die Infrastrukturprovider kämpfen derzeit mit der unendlichen Masse an Inhalten um dem enormen Anstieg des Traffics weltweit. Rainer Fischbach, IT-Berater und Autor, führte in das Thema mit dem Vortrag Netzneutralität versus NGNs ein, in der anschließenden Podiumsdiskussion ging es unter anderem um die Finanzierung des ständig steigenden Datenaufkommens.

Preisverleihung Content Start-up

Preisverleihung: innovativster Content Start-up 2010

Nach dem Mittagessen gab es Neues aus der Start-up-Szene: Neun junge Unternehmen kämpften beim Elevator Pitch um den Titel des innovativsten deutschen Content Start-ups. Sie hatten 60 Sekunden Zeit, um die Jury mit Ibrahim Evsan, Co Founder, UP Webgame GmbH und Autor von „Der Fixierungscode”, Alexander Hüsing, Chefredakteur, deutsche-startups.de, Stefan Keuchel, Corporate Communications, Google Germany GmbH und Volker Ludwig, Marketing Manager, Interxion Deutschland GmbH, und das Publikum zu überzeugen. Die Zuschauer konnten per SMS oder Twitter ihr Votum abgeben und die Ergebnisse in Echtzeit verfolgen. Gewonnen hat GameGenetics mit ihrem Portal für Browsergames POPMOG.

Am Nachmittag wurde über  „RSS, Twitter & Co. – liegt die Zukunft in personalisierten Echtzeit-Informationen?“ diskutiert und Holger Schmidt von F.A.Z.NET unterstrich erneut, wie wichtig Twitter mittlerweile im Medienalltag geworden ist: „Die 110 Leute, denen ich followe, sind maßgeblich für meine Meinungsbildung, ich fühle mich nie so gut informiert wie heute – und so schnell.“

Abends ging es beim Hands on Social Media” um Erfahrungen mit Social Media aus erster Hand und die Vorstellung interessanter Kampagnen. Das Video des komletten Vortrags  finden Sie hier.

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